Adhuc quaerere? Finis quaerere!

Ostern - das „SUCHEN“ steht jetzt ganz offiziell am Plan. Wenn man diesen Gedanken auf Unternehmen überträgt, so könnte dem einen oder anderen die Idee kommen, dass die Osterzeit irgendwie das ganze Jahr anhält. Man sucht nach neuen Produkten, Ideen, Prozessoptimierungen und Umsetzungsstrategien. Oder man analysiert Problemursachen und -lösungen und stellt sich die Frage, weshalb alles irgendwie mühsam ist und - ungeachtet der vieldiskutierten Beschleunigung - der Anschein von Stillstand und Trägheit entsteht. Auf dieses Paradoxon gibt es eine psychologische Antwort. Steigt Druck und Geschwindigkeit im Unternehmen, erhöht sich parallel dazu der Widerstand. Das bedeutet nicht, dass die Mitarbeiter Veränderungen nicht verstehen oder mittragen wollen. Ganz im Gegenteil, Mitarbeiter haben im Sinne der Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes und der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten großes intrinsisches Interesse daran, dass es dem Unternehmen gut geht. Warum gibt es dennoch ein Delta geprägt von negativer Stimmung, Fluktuation und empfundener Unsicherheit? Neurokognitiv betrachtet mögen Menschen das, was sie kennen! Veränderungen – wenn sie nicht bereits gelebte Praxis mit entsprechend positiven Erfahungserleben sind – erzeugen schlichtweg biologisch Angst und in Konsequenz eine Stressreaktionen. Schock, Abwehr und Integration sind die drei großen Phasen, die folglich bei gesunden Mitarbeitern sichtbar werden müssen. Wie lange welche Phase andauert, das hängt allerdings davon ab, wie es gelingt die Mitarbeiter mit- und ernst-zunehmen. Voraussetzung für einen gemeinsamen Weg ist daher die Mitarbeiter zu befragen. Werden Probleme zugeschrieben und Lösungen für die zugeschriebenen Probleme angeboten, dann gleicht das einer Entmündigung die konträr zur Selbstverantwortung steht, die Unternehmen so dringend brauchen, um mit der Dynamik Schritt halten zu können. Wenn bei der Führung von Unternehmen diese psychologischen Grenzen nicht gewahrt werden, dann werden Mitarbeiter wie Kinder behandelt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn „selber machen“ irgendwann im Kern erstickt ist und die Mitarbeiter von Führungskräften zum Erfolg geschoben werden müssen. Der Satz vom Arbeitspsychologen Neuberger „Ich suchte Arbeitskräfte – doch es kamen Menschen“ wird in der modernen Arbeitswelt immer essentieller. Betriebe müssen sich dem stellen. Ab einer gewissen Unternehmensgröße gelingt das nicht mehr im direkten Kontakt, sondern es braucht Instrumente der Personal – und Organisationsentwicklung. Klassische Mitarbeiterbefragungen aber auch Stimmungsbarometer über eine definierte Zeitspanne mit flankierenden Workshops haben daher Hochkonjunktur.


Wenn der Blog Ihr Interesse geweckt hat und Sie überlegen eine Befragung durchzuführen, freuen wir uns darauf, Sie zu beraten und zu unterstützen!


CONVADIS wünscht Frohe Ostern!!!


#FragenNichtSuchen#Mitarbeiterbefragungen#Stimmungsbarometer#Unternehmensklima#Change&Widerstand#Emotion&Arbeit#CONVADIS-WirBegleitenSie

57 Ansichten

© 2020 CONVADIS Training & Consulting www.convadis.at / office@convadis.at / +43 (0)664 -99 500 373  / MMag.Dr. Nina Löffler / Starkenweg 413/ 6073 Sistrans

  • LinkedIn Social Icon
  • Facebook